Gratkorn auf dem Weg zur LEADER Region

News & Aktuelles

08.09.2022

Juni 2022

Die Region Graz-Umgebung Nord auf dem Weg zur LEADER-Region

Dazu erarbeitetete die Region Graz-Umgebung Nord in den letzten Monaten eine knapp 80 Seiten starke Lokale Entwicklungsstrategie (kurz: LES). Die Fokussierung der Strategie in Graz-Umgebung Nord orientiert sich an der Mur als traditionelle Lebensader, die als Fluss die Region mit Leben, Kraft und Energie versorgt. Die Strategie und die daraus zu entwickelnden Projekte sollen einen Beitrag dazu leisten, den Natur- und Lebensraum zu erhalten, durch innovative Lösungen und gemeinsames Fortdenken neue Perspektiven für die Region zu entwickeln und die Lebensqualität der Menschen zu steigern.

Die Lokale Entwicklungsstrategie der Region wurde fristgerecht gemeinsam mit dem Antrag auf Anerkennung als LEADER-Region beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) eingebracht. Bis Mitte 2023 erfolgt nun der Auswahlprozess. 83 LES sind österreichweit, 16 davon aus der Steiermark eingelangt. Bis Ende Oktober 2022 sind erste Entscheidungen zu erwarten. „Wir konnten die Gemeinden bei allen erforderlichen Schritten zur Bewerbung unterstützen. Jetzt heißt es abzuwarten, ob sich die Region für wirksame Projektvorhaben über voraussichtlich mehr als zwei Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Steiermark freuen kann“, zeigt sich Kerstin Weber, Geschäftsführerin des Regionalmanagements Steirischer Zentralraum zuversichtlich.

Für die Abwicklung des EU-Programms LEADER braucht es in Zukunft in der Region neben der passenden Rechtsform, einem LEADER-Management und engagierten Projektumsetzer:innen, auch ein entscheidungsbefugtes Gremium. Die sechs Bürgermeister der Gemeinden Deutschfeistritz, Frohnleiten, Gratkorn, Gratwein-Straßengel, Peggau und Übelbach und weitere 16 Personen bilden die Steuerungs­gruppe und das Projektauswahlgremium der Region.

Dieses Gremium ist insbesondere für die Beurteilung und Entscheidung von in Zukunft zu fördernden Projekten zuständig. Uns Bürgermeistern war es sehr wichtig, dass in der Gruppe Personen aus verschied­ensten Bereichen vertreten sind, um möglichst breit viele regionale Interessen einzubinden und abzubilden“ erklärt Johannes Wagner, Bürgermeister der Stadtgemeinde Frohnleiten und Vorsitzender der LEADER-Steuergruppe. Strukturell wird LEADER als Geschäftsfeld in die vorhandene Organisation der Regionalmanagement Steirischer Zentralraum GmbH eingebunden sein.

Die Vertreter:innen der Steuerungsgruppe haben sich am Dienstag, dem 14. Juni 2022 auf der Burg Rabenstein getroffen um gemeinsam den Abschluss des wichtigsten Schritts von Graz-Umgebung Nord auf dem Weg zur LEADER-Region und einer stärkeren regionalen Zusammenarbeit zu würdigen.

 

© Agentur Breitengrad

Foto: Die Region Graz-Umgebung Nord auf dem Weg zur LEADER-Region. Bürgermeister Johannes Wagner (Frohnleiten) als Vorsitzender der LEADER-Steuerungsgruppe und Kerstin Weber, Geschäftsführerin des Regionalmanagements Steirischer Zentralraum präsentieren gemeinsam mit den Bürgemeistern der Region Micheal Feldgrill (Gratkorn), Harald Mulle (Gratwein-Straßengel), Michael Viertler (Deutschfeistritz), Hannes Tieber (Peggau) und Markus Windisch (Übelbach) und den Mitgliedern der Steuerungsgruppe die Lokale Entwicklungstrategie für Graz-Umgebung Nord.

Lokale Entwicklungsstrategie Graz-Umgebung Nord

Um sich als LEADER-Region bewerben zu können, erarbeitete Graz-Umgebung Nord von November 2021 bis April 2022 eine auf die Region abgestimmte Entwicklungsstrategie. Der Prozess erfolgte unter Einbindung regionaler Akteur:innen und Interessent:innen von „unten nach oben“, d.h. die Region bestimmte selbst, welche Schwerpunke bzw. Entwicklungsbedarfe für sie wichtig sind und welche Maßnahmen und Projekte bis zum Jahr 2027 umgesetzt werden sollen. Insgesamt konnten im Rahmen der Strategieerarbeitung rd. 330 Beteiligungen berücksichtigt werden, die in Planungsworkshops, in Workshops mit Bürger:innenbeteiligung und im Rahmen einer speziell für die Strategie durchgeführten Umfrage mitwirkten. Die daraus erzielten Ergebnisse stellen wesentliche Säulen der neuen Strategie dar.

Im Rahmen der Bürger:innenbeteiligungs-Workshops wurden die Entwicklungsbedarfe erarbeitet, bewertet und entsprechend priorisiert. Weiters wurden die Maßnahmenvorschläge und Projektideen aus den Beteiligungsworkshops in die Strategie übernommen. Daraus wurden wichtige Zukunftsthemen, sogenannte Aktionsfeldthemen in der LES, abgeleitet, gebündelt und festgelegt. Im Hintergrund dieser Aktionsfeld­themen stehen also die Entwicklungsbedarfe der Region und Vorschläge von Maßnahmen und Projektideen, aber auch bereits konkrete Vorschläge für zukünftige Umsetzungsvorhaben, wie z. B. die Entwicklung einer Dachmarke oder eines Kultur-Weitwanderweges, etc.

LES Graz-Umgebung Nord: Entwicklungsschwerpunkte – Zukunftsthemen

Die Strategie der Region Graz-Umgebung Nord umfasst vier Entwicklungsschwerpunkte (Aktionsfeldern), die von LEADER vorgegeben sind und 16 Themen­schwerpunkte (Aktionsfeldthemen), die für die Region in den nächsten fünf Jahre im Mittelpunkt stehen werden. Die vier Aktionsfeldern des LES sind: 1. die Stärkung der regionalen Wirtschaft und die Steigerung der regionalen Wertschöpfung, 2. die Festigung oder nachhaltige Weiterentwicklung der natürlichen Ressourcen und des kulturellen Erbes, 3. die Stärkung der für das Gemeinwohl wichtigen Strukturen und Funktionen und 4. der Klimaschutz und und die Anpassung an den Klimawandel. Die Maßnahmenvorschläge und Projektideen aus den Beteiligungsworkshops wurden in die Strategie übernommen. Daraus wurden die Schwerpunkte der Strategie – die 16 Aktionsfeldthemen – abgeleitet, gebündelt und festgelegt. D.h. im Hintergrund dieser Aktionsfeldthemen stehen die Entwicklungsbedarfe der Region und Vorschläge von Maßnahmen und Projektideen aber auch bereits konkrete Vorschläge für zukünftige Umsetzungsvorhaben. Die 16 Aktionsfeldthemen der Region beschäftigen sich u.a. mit der Stärkung der Ortskerne, mit der Entwicklung einer gemeinsamen Identität der Region, mit Leben und Kultur an der Mur, mit jungen Menschen, Lebenslangen Lernen und Bürger:innenbeteiligung als auch mit Maßnahmen zur Klimawandelanpassung und nachhaltigen Bauen sowie Baukultur.

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